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17.07.2015

Bio und Torf sind kein Widerspruch

Alternative Substrate müssen genau auf Pflanzen abgestimmt sein

 Wenn es an das Thema Bio geht, scheiden sich die Geister. „Wie sinnvoll sind Bioprodukte, wenn die einzelnen Zutaten lange Transportwege hinter sich haben?“, fragt Hans-Jürgen Luck, Prokurist der HAWITA Gruppe. Der Verbraucher erwarte eine nachhaltige und umweltbewusste Herstellungsweise sowie kurze Transportwege. So verfügt HAWITA in Deutschland sowohl über eigene Torf- als auch eigene Tonvorkommen und eine Rindenhumusproduktion. Die Substrate werden am Ort der Rohstoffgewinnung hergestellt und verpackt, überflüssige Zwischentransporte werden vermieden. Der Hersteller liefert vom Produktionsstandort an die Kunden. Auch andere Zuschlagstoffe wie Grünkompost, Holzfaser und Kokos würden nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit ausgesucht und eingesetzt.

Pflanzenvermehrung geht nicht ohne Torf

Die Verwendung von Torf zu einem deutlich reduzierten Anteil in einem Bioprodukt ist nach Auffassung von Luck sinnvoll, wenn es darum geht, die hohen pH-Werte oder Salzgehalte anderer Zuschlagstoffe einzuschränken und eine Substratmischung für bestimmte Anwendungszwecke herzustellen. „Bei den Moorbeetpflanzen ist Torf praktisch unersetzlich. Und auch für die Pflanzenvermehrung ist er ein wichtiger Zuschlagstoff“, erinnert Luck.

Torf wird ausschließlich auf bereits trockengelegten Moorflächen, die zum Beispiel von der Landwirtschaft genutzt wurden, abgebaut. Die Torfindustrie renaturiert die Flächen anschließend. So sei es gelungen, in Deutschland etliche ehemals trockene Moorflächen wieder zu Naturschutzflächen zu machen. Es entständen wertvollere Landschaften für den Naturschutz als vor dem Abbau. Daher seien Bio und Torf bei einem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource kein Widerspruch.

Bio-Substrate auf Planzensorte abgestimmt

Wichtig auch für den biologischen Gartenbau sei, dass das Substrat dem jeweiligen Anwendungszweck angepasst sei. Deswegen bietet die Bio-Linie von HAWITA zum Beispiel eine Bio-Kräutererde, eine Bio-Tomaten- und Gemüseerde, eine Bio-Presstopferde, eine Bio-Staudenerde und Rindenkultursubstrate unter der Markenbezeichnung Lignostrat. Eine Ergänzung zu der Hawita Bio-Linie sind Pflanzenstärkungsmittel wie Trichoderma oder Präparate zur Förderung der Durchwurzelung und der Vitalität, die auf Anfrage eingemischt werden können.

 Foto: Willi Rolfes

 

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